Nach etwa sechs monatiger Vorbereitungszeit war es am 29.10.16 um 06.30 Uhr soweit. Die Schüler/Jugendmannschaft des Eissportvereins fuhr mit zwei Kleinbussen zu einem sportlich/kulturellen Austausch nach Polen.

An Bord waren der Torwart Daniel Schandlbauer, die Feldspieler Sebastian Dobler, Joel Girard, Benno Körner, David Ruland, Michael Schleich, Tobias Hentschel, Malte Steurer, Felix Noß, Maximilian Graf und der Kapitän Florian Kaltner. Als eigenen Dolmetscher nahm der ESV Massimo Agostini mit. Als Fahrer waren der 1. Vorstand Stefan Steurer und der Jugendleiter/Betreuer Guido Schandlbauer an dabei. Als Beifahrerin fungiert die Trainerin Regina Egert.

Nach elfstündiger Fahrt und zwei langen Staus kamen die Busse in Oswiecim an und wurden vor Ort von der Vorsitzenden des dortigen Eishockeyvereins, Frau Katarzyna Kot empfangen und zu ihrer Unterkunft, das in der Ortsmitte befindliche Internat des salesianischen Ordens, gebracht.
Nach dem die zwei und Dreibettzimmer bezogen waren, sich jeder kurz frisch machte, fuhr die Mannschaft in das Hotel Olimpijhki zu einem Empfang mit dem Bürgermeister der Stadt Oswiecim, Herrn Chwierut, zwei Dolmetscherinnen und einer Abordnung der Schüler/Jugendmannschaft des ortsansässigen Eishockeyvereins, sowie deren Trainern. Nach einem ausgiebigen Abendessen und einem gemeinsamen Gruppenfoto fuhren die „Woodies“ in ihr Internat aus dem 14. Jahrhundert und schliefen erst mal aus.

Am zweiten Tag ging es um 09.00 Uhr zum Frühstück in den Speisesaal des Internates. Gestärkt fuhren die „Woodies“ zur Eishalle und bekamen beim Anblick zunächst mal den Mund nicht mehr zu. Das 4000 Zuschauer fassende Stadion mit sechs Spielerkabinen, Aufenthaltsräumen, Kiosk und Ausrüstungsshop war sehr beeindruckend.
Das für den Tag angesetzte Eishockeyturnier begann um 12.00 Uhr gegen die gleichaltrige Mädchenmannschaft des ortsansässigen Vereins. Hier haben die „Woodies“ das „schwache Geschlecht“ wohl unterschätzt, man unterlag 4:3. Zur Pause begab man sich in die für diese Woche zugewiesene Kabine und spielte um 14.00 Uhr gegen die gleichaltrige Schüler-/Jugendmannschaft. Auch hier mussten sich die „Woodies“ mit 6:1 geschlagen geben. Nach einer Siegerehrung und einem gemeinsamen Abendessen begaben sich die beiden Jungenmannschaften in die Sporthalle der Eisarena und spielten noch 40 Minuten Hallenfußball. Nach diesen vielen Eindrücken verbrachte die Mannschaft und ihre Begleiter den Abend in ihrer Unterkunft und gingen zeitig schlafen, da es am nächsten Tag früh losgehen sollte.

Am 31.10.16, dem dritten Tag, gab es schon um 07.00 Uhr Frühstück, da alle „Woodies“ mit einer Abordnung der Oswiecimer Eishockeymannschaft mit dem Bus zu dem Salzbergwerk Wieliczka fuhren. Dieses Salzbergwerk ist eines der ältesten in Europa und UNESCO Weltkulturerbe. Die etwa 2,5 stündige Führung beeindruckte alle. Nach der Rückkehr in der Unterkunft gegen 16.00 Uhr hatten die „Woodies“ nach dem Abendessen den Rest des Abends zur freien Verfügung. So gingen die Jungs in kleinen Gruppen durch den Ort und stöberten durch die Supermärkte und Geschäfte.

Tag 4 begann um 08.30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Anschließend fuhren die zwei Dachauer Busse zur Gedenkstätte nach Ausschwitz. Hier wartete bereits der Begleiter der „Woodies“, der sie sowohl durch Ausschwitz als auch Birkenau führte. Die Jungs merkten gleich, dass hier ein Größenvergleich mit der KZ Gedenkstätte Dachau nicht möglich war. Während der Rundgänge herrschte bedrücktes Schweigen und alle benötigen etwas Zeit, um diese Rundgänge zu verarbeiten.

Nach dem Mittagessen wurden die Spieler aus Dachau um 16.00 Uhr zu einem gemeinsamen Training in der Eishalle erwartet. Der gastgebende Trainer machte mit Regina Egert nach kurzer Absprache auf Englisch ein sehr anspruchsvolles Training mit gemischten Mannschaften. Anschließend wurden kleine „Spiele“ wie Messung eines Schlagschusses, Penaltyschießen, und Eisschnelllauf für alle teilnehmenden Spieler, auch für die Goalies mit ihrer schweren Ausrüstung durchgeführt.
Nach dem Abendessen in der Eishalle begaben sich die Dachauer in ihr Internat und schlossen den Abend mit einem internen Fußballspiel in der dortigen Sporthalle ab.

Am fünften Tag, den 02.11.16, stand ein besonderes Ereignis ins Haus. Das Gymnasium Nr. 2 war Ausrichter eine Internationalem Hockeyball Tunieres (ähnlich Streethockey).
Teilnehmer: UKH Unia Oswiecim (Eishockeyverein)
                    Gymnasium Nr. (Schulmannschaft)
                     ESV Dachau
                     SK Karvina (Tschechicher Schülermeister in dieser Sportart).
Nach den Nationalhymnen aller teilnehmenden Nationen und einer kurzen Eingewöhungsphase mit Eishockeyausrüstung, aber ohne Schlittschuhe und mit orangefarbenem Kunststoffball unterlagen die „Woodies“ dem UKH nur knapp mit 4:3. Im zweiten Spiel zeigten die Tschechen, warum sie amtierender Schülermeister in dieser Sportart sind. Man unterlag mit 6:3 in einem körperlich sehr harten Spiel. Im letzten Spiel gewannen die „Woodies“ gegen das gastgebende Gymnasium mit 3:2.
Mit einer Bronzemedaille ging es zurück ins Internat und hier ging man mach dem Abendessen wieder in die Sporthalle der Unterkunft, um sich intern noch mal zu messen.

Am 03.11.16 durften alle länger schlafen. Man brachte die „Woodies“ und einen Teil der gastgebenden Eishockeymannschaft mit dem Bus nach Bielsk. Hier hatte jeder für sich oder in kleinen Gruppen die Möglichkeit, durch ein großes Einkaufscenter zu schlendern. Die Erwachsenen  setzten sich in einem Café zusammen und plauderten über die Unterschiede im Eishockey in Oswiecim und Dachau. Um 15.00 Uhr ging es dann mit dem Bus weiter zu einer Indoor-Kartbahn. Hier fuhren vier zum Teil gemischte Gruppen zwei Stunden um die Wette. Es hat allen riesigen Spaß gemacht. Nach der Heimfahrt nach Oswiecim gab es Abendessen in der Eishalle und danach in der Unterkunftssporthalle ein erneutes Fußballspielchen. Die Dachauer Erwachsenen wurden am Abend von den Organisatoren zum Pizzaessen eingeladen. Hier besprach man auf deutsch, englisch, polnisch und alles gemischt die verschieden Schulsysteme, Trainingsmöglichkeiten der Eishockeymannschaften und auch ein paar persönliche Dinge. Die Gastgeber waren sehr beeindruckt darüber, dass die Dachauer Eishockeyspieler ihr gesamtes Training nach der Schule und auf private Kosten durchführen müssen und die Trainingszeiten jedes Jahr aufs neue mit der Stadtverwaltung abgesprochen werden müssen. Auch war man überrascht, dass ein solcher Austausch von deutscher Seite aus nur in den Ferien gehe, da alle Schüler auf verschiedene Schulen gehen und nicht frei bekommen. In Polen wird Eishockey in der Schule gespielt, die Ausrüstung wird zum Teil bezuschusst und die Eiszeiten sind für den Schulsport und den Nachwuchs reserviert.

Am 04.11.16 wurden wir in das Gymnasium 3 eingeladen. Hier werden 128 Kinder von 28 Lehrkräften beschult und die Schüler sind in Fußball, Eishockey oder Volleyball-Klassen eingeteilt. Man teilte die „Woodies“ in vier Gruppen und jede Gruppe musste für sich in verschiedenen Klassen Aufgaben lösen. In Physik, Deutsch, Mathematik, logisches Denken und Polnisch. Anschließend durften die „Woodies“ in der Sporthalle der Schule an einem Geschicklichkeitsbastelwettbewerb teilnehmen. Danach wurde ein Plakat bemalt, wo jeder Teilnehmer die Ereignisse der Woche aufmalen sollte und welches dann in der Schule aufgehängt wurde.
Nach dem Mittagessen in der Schule wurden noch die Synagoge und das Stadtmuseum von Oswiecim besucht. Nach einer kurzen Pause fuhren dann wieder die zwei Kleinbusse zu einem Abschlusstraining in die Eishalle. Zunächst wurde zusammen trainiert und dann mit gemischten Mannschaften gegeneinander gespielt. Das Ergebnis war zweitrangig. Alle „Woodies“ bekamen noch ein Gastgeschenk. Nach dem Duschen und dem Abendessen in der Eishalle fuhren alle zum Packen zurück in die Unterkunft. Der letzte Abend wurde gemeinsam in der Unterkunft verbracht.

Am Abfahrtstag gab es bereits um 07.00 Uhr Frühstück. Die Busse wurden gepackt, man holte die Eishockeyausrüstung aus der Eishalle.  Dort bekam jeder noch eine sehr großzügige Marschverpflegung. Nach 9 Stunden Fahrt trafen alle wohlbehalten in Dachau ein und wurden den Eltern übergeben.

Dankeschön: Der Vorstand des ESV Dachau -Woodpeckers- und die mitgereisten Personen möchten sich ganz besonders bei Frau Jörgensen, Kulturamt der Stadt Dachau und Frau Dr. Czech-Sailer bedanken. Beide waren bei der Organisation stets hilfreich, freundlich und immer ansprechbar.
Ein besonderer Dank gilt dem Sponsor des ESV Dachau, der VR-Bank. Dieser hat dem Verein kostenfrei ein Achtsitzer-Bus zur Verfügung gestellt. Die finanzielle Ersparnis kam den mitgefahrenen Spielern direkt zu gute. Vergessen möchten wir auch nicht, unseren Dolmetscher Massimo zu erwähnen, der auf Grund dieser Woche mit dem Eishockeyspielen anfangen wird.

Fazit: Die Gastgeber der „Woodies“ haben für ihre Gäste eine perfekte Woche organisiert. Von der Unterkunft bis zur Verpflegung und die Ausflüge war alles bestens geplant und durchgeführt. Alle waren stets darauf bedacht, dass des den Gästen aus Dachau an nichts fehlt. Aus diesem Grund wird der ESV Dachau den Eishockeyverein UKH Unia Oswiecim für die Herbstferien 2017 nach Dachau einladen, um ihnen zu zeigen, welche Sehenswürdigkeiten Dachau und das Umland haben und wie man hier Eishockey spielt und trainiert.

GSch

1. Tag:

1. Tag_Anreise_Rast_nach_Dresten      1. Tag_Ankuft_Gruppenfoto_mit_Gastgebern_-_Kopie

2. Tag:

2. Tag_Eishalle      2. Tag_Eishalle_Gruppenfoto_mit_allen_Mannschaften    2. Tag_Eishalle_Gruppenfoto_mit_allen_Mannschaften      Unterkunft II

3. Tag:

3. Tag_Bergw._Gruppenbild_mit_Guido       3. Tag_Bergw._Nach__der_Führung_Basti_Daniel

4. Tag:

thumb 4. Tag Ausschwitz Am Eingang       4. Tag_Ausschwitz_Gruppenfoto_vor__der_Führung

4. Tag_Birkenau_Nach_der_Besichtigung      4. Tag_Training_Mannschaftsfoto_mit_Massimo

 5. Tag:

5. Tag_Hockey_Gesamtmannschaftsbild     5. Tag_Hockey_Hymnen

5. Tag_Hockey_Die_Offiziellen     5. Tag_Hockey_Siegerehrung

7. Tag:

7. Tag_Foto_mit_VR_Bus       7. Tag_Schule_Wocheneindrücke_mit_David

Schueler Jugend_Polen_2016      Oswiecim


 

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