Zwei Drittel lang waren die ESV-Cracks beim Tabellenzweiten ein nahezu gleichwertiger Gegner! ESV-Coach Fleissner hatte seine Truppe gegen seinen früheren Verein bestens eingestellt. Mit dosiertem Vorchecking, aber vor allem agressiven Defensivverhalten sollten die ersten Minuten gegen die erwartete Offensivpower des Favoriten gestaltet werden. Dass das dann gleich über weite Strecken des ersten und auch zweiten Drittels gelang, überraschte nicht nur den Gegner.

Die Woodies waren hoch motiviert, kämpften um jede Scheibe und konnten auch viele eigene Akzente setzen. Und dann sogar Mitte des ersten Drittels in Führung gehen, und das in eigener Unterzahl (Torschütze Severin Dürr). Auch wenn diese Führung nur knapp eine halbe Minute bis zum Ausgleich währte (Dachau immer noch in Unterzahl). Die Wanderers nahmen den Kampf an, es resultierten allein im ersten Drittel acht zwei Minuten Strafen für Germering und derer sieben für Dachau. Und es gab in der temporeichen Partie viele tolle Szenen mit Torchancen auf beiden Seiten, mit einem leichten Übergewicht auf Seiten des Heimteams. Aber der wiederum sehr gut aufgelegte Dachauer Goalie Marcel Schrader hielt die Spechte mit teils tollkühnen Paraden im Spiel, und auch sein Gegenüber Marmorstein war nur schwer zu überwinden.
So stand es nach zwei Dritteln lediglich 3-2 für den Favoriten, der sich das sicherlich anders vorgestellt hatte. Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich war Neuzugang Sven Schittenhelm, der bei doppelter Dachauer Überzahl einnetzen konnte.Der Schlussabschnitt musste nun die Entscheidung bringen. Die ESVler hatten sich in der Kabine nochmal viel vorgenommen. Doch durch einen Konter sowie ein Überzahltor konnte Germering auf 5-2 stellen. Dann fingen sich die Spechte wieder etwas, aber die ersten beiden Drittel hatten viel Kraft gekostet, es sprang nicht mehr viel zählbares heraus. Dem 6-2 Überzahltreffer für Germering konnten die Woodies lediglich einen weiteren eigenen Überzahltreffer kurz vor Ende der Partie zur Ergebniskorrektur folgen lassen.
Fazit: Eine körperbetont geführte, aber bis auf wenige Ausnahmen sehr faire Partie trotz der vielen Strafzeiten auf beiden Seiten. Das Heimteam tat sich sehr schwer gegen den vermeintlichen Aussenseiter. Dachau konnte über lange Zeit seinen Matchplan umsetzen, aber aufgrund des Trainingsrückstandes (in Dachau gibt es erst seit Ende Oktober Eistraining) reicht die Kraft noch nicht über die volle Distanz, um so ein Spiel noch zu drehen. Trotzdem konnte Coach Fleissner der Partie positive Aspekte abgewinnen: "Wir haben zwei Drittel sehr gut mitgehalten, es war lange Zeit ein offener Schlagabtausch. Darauf müssen wir nun aufbauen und versuchen, die individuellen Fehler gegen die nächsten Gegner abzustellen."
Gelegenheit dazu gibt es bereits am kommenden Samstag beim nächsten Auswärtsspiel gegen den EV Mittenwald (Spielbeginn 19.30 Uhr).

Für Dachau spielten:

Tor: Marcel Schrader, Daniel Tokar

Michi Blattner, Florian Vilano, Sebastian Dropmann, Johannes Karl, Max Schön, Simon Harfold, Achim Reiser, Severin Dürr, Florian Buchwieser, Sven Schittenhelm, Max Kronschnabl, Lorenz Mohr, Hacker Korbinian, Maxi Erber, Harald Gräf.

Tore: 0-1 (11.) Sevi Dürr (Florian Buchwieser), 1-1 (11.), 2-1 ( 14.), 2-2 (23.) Sven Schittenhelm (Johannes Karl, Maxi Kronschnabl), 3-2 (25.), 4-2 (42.), 5-2 (46.), 6-2 (54.), 6-3 (59.) Maximilian Schön.

Strafen: Germering 32, ESV 28 Minuten.


 

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