IPC Sledge Eishockey Europameisterschaften 2016 in Östersund

Der Dachauer Spieler Hugo Rädler konnte zwar zusammen mit seinen Mannschaftskameraden keine der fünf Partien gewinnen, dafür aber reichlich internationale Turniererfahrung mit nach Hause nehmen.

Die besten sechs Sledge-Eishockey-Teams des Kontinents kämpften im schwedischen Östersund um Europas Krone. Dass sich der große Favorit Russland dabei durchsetzen würde, war keine große Überraschung. Dafür besitzt sie mehrere bezahlte Profimannschaften und an der Spielerdecke mangelt es wahrlich nicht. Das Team um den ehemaligen Eishockey-Profi Andreas Pokorny musste sich mit der Erkenntnis begnügen, in den meisten Spielen auf Augenhöhe gewesen zu sein. Die Heimreise tritt der Europameister von 2005 zwar mit nur einem Punkt aus fünf Partien und dem sechsten Platz an, dafür aber mit vielen gesammelten Erfahrungen auf dem Weg zum großen Ziel: den Paralympischen Spielen in Pyeongchang/Südkorea 2018.  

Gegen Italien (1:3), Schweden (1:2 n.P.) und Tschechien (1:2) agierte die Mannschaft auf Augenhöhe, auch gegen Norwegen hielt Deutschland streckenweise gut mit. Allerdings musste das aus vielen Neulingen bestehende Team auch Lehrgeld zahlen – beispielsweise beim Auftaktspiel gegen Italien, als Deutschland in einem Turnierstart nach Maß in Führung ging und auf das zweite Tor drückte, sich dann allerdings am Ende unglücklich geschlagen geben musste. Gegen Gastgeber Schweden wurde die Mannschaft erst im Penaltyschießen bezwungen.  

Der Sledge Woody Hugo Rädler mußte seine Nationalmannschaftsdebüt mit einer schmerzhaften Verletzung beenden. Er wird die Sommerpause zur Erholung nutzen um dann in der neuen Saison wieder einzusteigen. Er führt bei den Woodpeckers, den stetig anwachsenden Spielerkader an und für die Zukunft ist im Bereich Sledge Hockey in Dachau noch Einiges zu erwarten.

 


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